J.S. Bach: h-Moll Messe BWV 232

Kategorie
Stuttgart und Region
Datum
18. März 2018 17:00
Veranstaltungsort
Markuskirche Stuttgart - Römerstraße 41
70180 Stuttgart, Deutschland

Johann Sebastian Bach h-Moll Messe BWV 232

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Johanette Zomer SOPRAN | David Allsopp ALTUS | Jan Kobow TENOR | Christian Immler BASS

Kammerchor Stuttgart
Barockorchester Stuttgart

Frieder Bernius

Ob Johann Sebastian Bach je geahnt haben wird, dass er im 21. Jahrhundert zu einem der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte zählen würde, wenn nicht sogar als der bedeutendste überhaupt? Jedenfalls lässt sich in den beiden letzten Jahrzehnten seines Lebens das Bestreben feststellen, was wir heute als nachhaltig bezeichnen: einzelne Teile zu einem Ganzen, zu einem Zyklus zusammenzufassen. Das gilt ebenso für das aus sechs Kantaten zusammengesetzte Weihnachtsoratorium, wie auch für das Wohltemperierte Klavier oder die Kunst der Fuge.

Zu seinen letzten Kompositionen zählen Teile des Credo der später so genannten h-Moll-Messe: Credo in unum Deum, Et incarnatus und Et expecto resurrectionem. Neukompositionen bilden in „Hofkompositeur“ dem Dresdner Hof ein Kyrie und Gloria mit nur wenigen Neukompositionen, meist aber aus sogenannten „Parodien“ seiner Leipziger Kantatenjahrgänge gewidmet, die den ersten Teil der vollständigen Messe bilden. Und sein Wunsch, in seinem letzten Lebensjahrzehnt ein vollständiges Messordinarium vollenden zu wollen, war der Überzeugung entsprungen, dass lateinische Texte weniger anfällig für den geschmacklichen Wandel der deutschen Kantatendichtung und daher in der Zukunft uneingeschränkter zu gebrauchen seien.

An dieses Opus summum hat sich Frieder Bernius erst spät gewagt. Ähnlich wie bei seiner jüngsten Annäherung an die Bach’sche Matthäus-Passion war die Interpretationstradition der Hohen Messe in den 70er Jahren so dominant, dass erst ein grundlegender interpretatorischer Wandel, die historisch informierte Aufführungspraxis, in den 80er Jahren ihm den Weg zu einem Neuanfang gebahnt hat. In mehreren Anläufen haben sich Kammerchor und Barockorchester Stuttgart diesem Werk genähert, bis hin zu einem Gastspiel bei den Salzburger Festspielen 1995 und einer CD-Aufnahme, die 2006 die Auszeichnung editor’s choice der Zeitschrift gramophone erhielt.

Für den Auftakt des 50. Gründungsjubiläumsjahres des Kammerchor Stuttgart kann es daher kein besser geeignetes Werk geben als das „Größte Kunstwerk aller Zeiten und Völker“, wie Hans Georg Nägeli die Hohe Messe 1817 genannt hat.

 

Preise 10,- | 19,- | 28,- | 38,- | 48,- Euro  ermäßigt: 8,- | 12,- | 19,- | 28,- | 36,- Euro
Vorverkauf www.reservix.de | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | T 0711 239 139 0 | F 0711 239139 9

 

 

 

 
 

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